Renes Redekiste

Interviews & Polaroid-Fotografie

Fizzy Blood: Live in London

Bevor der letzte Teil des Tour-Tagebuchs mit Fizzy Blood losgeht, gibt es hier voller Freude die neueste Single der Band: “Pink Magic”!

Quelle: YouTube, FizzyBloodVEVO

Als ich auf der kleinen Couch im Wohnzimmer von Ciarans Elternhaus aufwache, kann ich es kaum glauben. Heute ist der letzte Tag der Tour! Es geht nach London und natürlich freue ich mich, in ein paar Stunden endlich wieder in einer der schönsten Städte der Welt zu sein. Aber es schwingt auch ein wenig Traurigkeit in dem Gedanken mit, da sich morgen unsere Wege trennen werden. Nun, es nützt ja nichts! Als ich schlaftrunken durch den Raum blicke, sehe ich Tim, Paul und Benji noch friedlich schlummern …

Benji träumt von seiner PlayStation.

Während ich gedankenverloren rumliege, geht Paul schon einmal duschen und da wir an diesem Morgen kein großes Zeitfenster haben, bin ich auch gleich der nächste. Lasst mich das kurz festhalten. Eine Nacht in einem warmen Wohnzimmer, eine heiße Dusche, was will man mehr? Wir versammeln uns alle in der Küche (mit Ausnahme von Jake), wo wir mit Finley spielen, Sandwiches für den Weg vorbereiten und darauf warten, dass Neil uns einsammelt. Als er dann schließlich da ist, schmeißen wir unseren Kram in den Van und Benji nutzt die Zeit fürs Zähne putzen.

Mehr Rock ‘N’ Roll geht nicht!

Heute funktioniert die Beschallung im Van und wir fahren mit guter musikalischer Begleitung Richtung London. Auf unser exklusiven Playlist finden sich “The Strokes”, “Black Lips”, die “Arctic Monkeys” oder auch die “Kings Of Leon”, um hier nur einige zu nennen. Wir sind gar nicht lange auf der Straße, da können wir auch schon Jake einsammeln und somit ist dieses Mal die gesamte Band im Tour-Van!

Frühstück!

Fizzy Blood übernehmen an diesem Tag einen anderen Instagram-Account (Instagram Takeover) und somit bekomme ich auch einen Spitznamen von Benji mit. Er lautet: Mr. Instagram! Diesen hat er nicht umsonst, seine Fertigkeiten im Umgang mit der App sind echt beeindruckend! Und seine Story-Fragmente sind endlos witzig! Also, immer mal ein Auge auf den Account von Fizzy Blood werfen …
Es ist eine wirklich unterhaltsame Fahrt und als Paul Simon aus den Lautsprechern ertönt, gibt es im Bus kein Halten mehr! Zudem stellt sich im Laufe der Fahrt heraus, dass es kein ruhiger Tag wird. Es sind zwei Interviews geplant und das erste findet kurz nach unserer Ankunft statt. Ja, genau, wir sind im verschneiten London angekommen! Das erste Gespräch findet in einem Pub nahe der Carnaby Street statt und es werden wirklich gute Fragen gestellt, die die Jungs mit interessanten und witzigen Aussagen beantworten können. Da das Interview für den “London Underground”-Shop geführt wird, möchte die Fotografin noch ein paar Bilder der Band vor dem Geschäft machen. Hoffentlich werden die Bilder gut, denn es ist wirklich unglaublich kalt, als ein eisiger Wind durch Londons Straßen fegt! Hier könnt ihr ein paar der Bilder sehen und natürlich das Interview lesen. Durchgefroren machen wir uns auf den Rückweg und nehmen die Underground zurück nach Camden.

Einmal bitte blöd schauen!

In dieser Nacht spielen die “Fab Five” in der “Camden Assembly”. Als wir dort ankommen, beginnen wir wieder einmal den Van auszuladen und dieses Mal ist es ein wirklich gefährliches Unterfangen! Durch das Eis ist es verdammt glatt draußen und auch der Flur im Gebäude (dazu zählen ebenso die Treppen) ist sehr rutschig. Wie durch ein Wunder verletzt sich niemand! Nachdem alles sicher auf der Bühne steht, geben Jake und Tim noch ein Interview im Backstage-Bereich.


Auf der Suche nach etwas zu essen zieht es uns wieder auf die verschneiten Straßen Londons. Wie wir uns so frierend durch den Schnee kämpfen, kommt mir der Gedanke, dass “Winter Wonderland” ein passender Name für die Tour wäre! Letzten Endes landen wir in einem “Spoons”, welches ich etwas eher verlasse, um eine neue Freundin von mir zu treffen. Mel, von “Mels Jukebox“! Sie ist eine echt coole Socke, kommt auch aus Deutschland und lebt seit einigen Jahren in der Hauptstadt. In ihrem Blog geht es natürlich auch um Musik, dort findet ihr einige tolle Konzertberichte, Interviews und vieles mehr!
Und jetzt gibt es für euch ein paar exklusive Einblicke in den Backstage:





Das finale und für mich nun dritte Konzert der Tour beginnt. Und es macht noch immer Spaß! Das Publikum in London ist auch in guter Stimmung, denn vom ersten Ton an wird gepogt! Am Anfang schieße ich ein paar letzte Live-Aufnahmen auf der Bühne und dieses Mal nutze ich eine Linse, die das Bild verdreifacht, also viel Spaß mit den folgenden Polaroid-Aufnahmen!




Wie ihr an den Bildern oben bereits sehen konntet, beenden Fizzy Blood ihre Tour mit der selben Energie, die sie in die anderen Auftritte gesteckt haben! Nach dem Konzert trinken wir noch ein paar Bier im Pub-Bereich, bevor wir uns auf dem Weg zur Wohnung des Bandmanagers machen. Beladen wie ein Packesel folge ich den anderen durch den Schnee. Dieser Marsch ist wie ein kleines Abbild der Tour: Er ist rau, kalt und schmutzig! An was kann ich mich noch erinnern? Tatsächlich an nicht sehr viel, wir kommen in der Wohnung an, ich bin müde und einfach nur fertig. Die letzte Erinnerung, bevor ich einschlafe, ist ein delikates Stück Pizza.

Der nächste Morgen

“Bin ich wirklich eingeschlafen?” Das ist der erste Gedanke, der mir an diesem Tag durch den Kopf schießt. Ich bin etwas besorgt, DIE Rock ‘N’ Roll-Party verpasst zu haben, aber die anderen können mich beruhigen, dass ich nichts spannendes verpasst habe. Sie sind kurz nach mir schlafen gegangen und vielleicht hatten sie ein Stück Pizza mehr. Na, wenn das alles ist! Entspannt hängen wir noch in der Wohnung herum und schauen etwas Fernsehen, bevor Neil uns abholt.


Nun geht alles wieder ziemlich schnell, so wie es immer mit den schönen Dingen im Leben ist. Neil kommt an, wir steigen in den Van und schon erreichen wir eine naheliegende Underground-Station. Wir umarmen uns alle zum Abschied, ich schnappe mir mein Gepäck und ganz plötzlich stehe ich alleine in London. Und frage mich: War das alles ein Traum?

Danke für alles!

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