Renes Redekiste

Interviews & Polaroid-Fotografie

Tom Allan & The Strangest

7 nights of hard drinking, good looking girls and a lot of fun! We love Barcelona to bits!

Tom Allan über den Dreh zu “2 Fingers Up”

Als wir Tom und Evan (auch bekannt als “The Strangest”) zum ersten Mal auf dem Clouds Hill-Festival in Hamburg trafen, spielten sie ein fantastisches Set ihrer Songs, die auf dem in diesem Jahr erscheinenden Album vertreten sein werden. Beide sind wahre Rock-Musiker und was gibt es noch zu sagen? Wir sind total vernarrt in sie und natürlich auch in ihre Musik!
Also verabreden wir uns zu einem Treffen in Hamburg, um genauer zu sein, im Silbersack, um dort über Tom aus England und Evan aus Mexico zu sprechen. Zusammen sind sie: Tom Allan & The Strangest!

Da alles ein wenig anders als geplant läuft, halten wir ein spontanes, kleines Interview über Instagram, live aus dem Silbersack, und entscheiden uns, das ganze Interview am nächsten Tag im Clouds Hill zu machen. Hier ein kleiner Eindruck der vorangegangenen Cover-Session in der Küche und danach viel Spaß mit dem Interview!

Evan und Tom während der spontanen Cover-Session


Diese Frage hatten wir bereits gestern:
Wer sind Tom Allan & The Strangest? Und wie ist es ihr zu sein?

Tom (wendet sich an Evan): Du hattest gestern eine wirklich coole Antwort!
The Strangest: Was habe ich denn gesagt?
Tom: Ich weiß es nicht mehr, aber es war gut.
The Strangest:  Verdammt! Es war so etwas wie: Manchmal ist es toll und manchmal ist es scheiße. Wie eine Rakete, die in den Himmel aufsteigt, sowas irgendwie. Und er (Tom) ist immer da, um mich aufzufangen, hoffentlich kann ich das auch für ihn tun, ihr habt es gestern erlebt.
Tom: War es nicht so was wie: Es ist hart sexy zu sein, aber jemand muss den Job ja machen?
The Strangest: Nein, sexy zu sein ist ein hässlicher Job, aber einer muss es halt machen.
Tom: Aber ich habe echt genug davon.
The Strangest: Ich sage es dir: Es ist seltsam. Es ist klasse. Weißt du, es ist echt eigenartig, weil du beide Seiten kennenlernst. Den einen Tag nimmst du in einem unglaublichen Studio auf und den anderen Tag hast du du nichts zu essen in deiner verdammten 21qm-Wohnung!
Tom: Und jemand anderes hat nicht mal eine 21qm-Wohnung (wir beginnen zu lachen).
Obdachloser Junge!

The Strangest: Einen Tag bist du in Barcelona, isst, trinkst, was auch immer du willst, in einer tollen Wohnung, du machst dir um nichts Sorgen, aber ja, ich weiß nicht …
Tom: Ach komm, es ist toll wir zu sein! Los, sehen wir es ein! Es ist klasse, macht echt Spaß!


Was wollt ihr über euer bevorstehendes Album “Dear Boy” sagen?
Tom: “Dear Boy”, ja man! Was können wir da drüber sagen? Hör es dir an, genieße es und überlege dir, ob es dir gefällt, oder eben nicht. Ob es Sinn für dich macht. Alles was wir tun konnten, war unser Bestes zu geben, wir sind stolz darauf, wir sind sehr stolz darauf! Wenn du es magst, cool!
The Strangest: Ja und ich bedanke mich bei den Leuten, die bei dem ganzen involviert waren, es war toll! Wenn du es nicht magst, dann hast du einen schlechten Musikgeschmack!
Tom: Das ist alles, was wir tun konnten. Wir sind stolz drauf, wir haben unser Bestes gegeben. 

Hoffentlich reicht das, aber davon gehe ich aus!
Es gibt da diesen Song auf eurem Album, “Walks Like Chaplin”, möchtest du erzählen, wovon der handelt?
Tom: Es geht um einen Drogenabhängigen, mit dem ich gearbeitet habe, denn ich hatte mal einen Job bei der Drogenhilfe. Dieser Typ hatte einen Gang wie Charlie Chaplin, er hatte diese wirklich coole, tiefe Stimme und ja, die Zeile kam zustande, da sich jemand umdrehte und meinte: Er geht wie Chaplin, er spricht wie Bond. Das hat mich wirklich inspiriert und dann habe ich einen Song über ihn geschrieben.

Ihr seid Vollzeitmusiker, aber habt ihr auch andere Interessen abseits der Musik?
Tom: Frauen.
The Strangest: Drogen.
Wir beginnen zu lachen.


Tom: Nein, … Pinball!
The Strangest: Ja man, Pinball, Pinball ist super!
Tom: Nicht sehr viel, um ehrlich zu sein. Wenn wir rausgehen, sind es meistens Jam-Sessions in Köln. Musik nimmt unser ganzes Interesse ein, oder?
The Strangest: Absolut, ja! Überall, wo wir hingehen, haben wir eine Akustik-Gitarre dabei und ich weiß auch nicht, wir wachen auf, das erste, was wir sehen, ist eine verdammte Gitarre und wir wollen sie spielen. Vielleicht nervt das manchmal und dann muss man ein bisschen runterkommen. Aber hey, Musik aufnehmen! Neben der Musik, Leute aufnehmen! Ich mache das wirklich gerne, in einem Musikstudio zu arbeiten.
Tom: Das ist wahr, das ist was!

Als wir uns nach eurem Auftritt beim Clouds Hill-Festival trafen, habt ihr verschiedene Songs gecovert, zum Beispiel: “Stand By Me”, “Don’t Look Back Into The Sun” Welchen Song spielt ihr am liebsten nach?
Tom:
Das kommt drauf an …, das ändert sich täglich. Einer unserer Lieblinge ist momentan “Overkill’ von “Men At Work”. Wir denken einfach, dass Colin Hay einige echt gute Lieder geschrieben hat.

The Strangest: Da gibt es diesen einen Song, den wir echt gerne covern würden. Wahrscheinlich wird es passieren.
Tom:  Oh ja, von “Fleetwood Mac”.
The Strangest & Tom: “The Chain”.
Ihr hattet davon schon gestern erzählt, oder? 
Tom:
Ich meine schon.

Oder war das ein anderer “Fleetwood Mac”-Song?
Tom: Nein, das wird der gewesen sein. Wir würden es echt lieben, den zu spielen, aber die Sache ist folgende, einige Sachen an der Gitarre sind echt komplex.


The Strangest: Ja man, “The Chain”, ist ein toller Song, wäre schön, den zu covern.
Tom: Den wollen wir auf jeden Fall covern!

Wenn wir schon über andere Künstler sprechen, welches Konzert hättet ihr wirklich gerne besucht?
Tom:
Egal wann?

Egal wann.
The Strangest: Ich wünschte, ich hätte “The Doors” live sehen können.
Tom: Das war zu erwarten.
The Strangest: Die sind wirklich eine große Inspiration für mich, “The Doors”. Was ist mit dir? (an Tom gerichtet)?
Tom: Ich würde mich wahrscheinlich für einen “Sex Pistols”-Auftritt entscheiden! In ihren besten Jahren, 1976 oder so. Ja, “Sex Pistols”.

Die nächste Frage war eigentlich eine für den Silbersack, aber egal, stellt euch eine funktioniere Jukebox vor. Was denkt ihr, welcher Song sollte in keiner Jukebox fehlen?
Tom:
Ich war mal an einer Jukebox in London und da gab es von den “Beastie Boys”: “Sabotage”.

The Strangest: Ja, du denkst, der ist es?
Tom: Aber das ist kein Pop-Song, oder? Wir könnte Billy Joel sagen, mit “Piano Man”, für mich ist das der Pop-Song!
The Strangest: Wir könnten auch was von “Oasis” nehmen.
Also, Billy Joel oder “Oasis”?
Tom:
“Oasis” wäre zu offensichtlich. Lass uns Billy Joel nehmen, “Piano Man”.

The Strangest: Okay, also los!
Tom: Das ist der Pop-Song und ich wette, der würde im Silbersack echt gut ankommen!

Wie Evan schon sagte, also los, Billy Joel mit “Piano-Man”!

Quelle: YouTube, billyjoelVEVO

In den letzten Jahren haben einige wirklich talentierte Musiker endgültig die Bühne des Lebens verlassen. Tom Petty, den wir gestern auch im Molotow hörten, Scott Weiland, Chester Bennington, Lemmy Kilmister, …
Welcher Tod hat euch am meisten geschockt?


The Strangest: David Bowie und genauso Chris Cornell. Er war ein verdammt toller Sänger, hatte eine starke Stimme und hat echt gutes geschrieben. Alles in allem war er super. Und es war ein Schock, weil er hat nie gesagt, dass er Suizid begehen würde.
Niemand hätte das gedacht.
The Strangest:
Ich hätte das auch nicht gedacht. Er wirkte weise und reif genug, du weißt vielleicht … ich weiß nicht, in welchen Situationen Menschen stecken, die Suizid begehen, aber das kam für mich echt unerwartet.

Tom: Ich würde sagen, auch wenn das offensichtlich ist, David Bowie. Weil sein vorletztes Album, “The Next Day”, es ist absolut unglaublich, das war sein Comeback Album! Und ich dachte wirklich: “Wow, Scheiße, er hat es noch immer! Er hat noch immer die Attitüde, die Stärke und alles.” Momentan ist es echt mein liebstes Album von David Bowie.

Die letzte Frage und die stellte ich ja auch schon gestern:


Die berühmten letzten Worte?
Tom:
Ich sagte “Don’t Look Back In Anger” und ich würde gerne dabei bleiben. Nein, nein, nein, stop! Ich werde das nochmal überdenken. “Choose life!”

The Strangest: “You can not burn out if you’re not on fire.”

Danke für ein fantastisches Wochenende!


Text & Interview: René Biernath
Fotos: Jana Biernath
Polaroid-Foto: René Biernath
Instant Film: Black & Orange, Black Frame Edition, For Use With 600

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